Was ist Esperanto?

Dr. Ludwig L. Zamenhof
Dr. Ludwig L. Zamenhof, Quelle: Wikipedia

Vor ca. 150 Jahren wuchs in Białystok (damals in Russland, heute in Polen) Ludwig L. Zamenhof auf. In dieser Stadt lebten vier Volksgruppen – Polen, Russen, Juden und Deutsche – mehr schlecht als recht nebeneinander. Immer wieder kam es zu Streitereien zwischen Angehörigen verschiedener Völker. Schon als Kind hielt Zamenhof die unterschiedlichen Sprachen als Hauptgrund der Konflikte, deshalb arbeitete er schon als Schüler an einer neuen geeigneten Sprache. Diese sollte – anders als die Nationalsprachen – neutral und leicht erlernbar sein, sodass sie für alle als Zweitsprache akzeptabel ist. Sie sollte parallel zu den Nationalsprachen unterrichtet und in Situationen verwendet werden, in denen internationale Verständigung notwendig ist.

Erstes Esperantolehrbuch
Das erste Esperantolehrbuch (Russische Ausgabe), Quelle: Wikipedia

1887 veröffentlichte er schließlich das erste Lehrbuch dieser neuen Sprache unter dem Pseudonym „Dr. Esperanto“. Esperanto ist ein Wort in dieser Sprache und bedeutet auf Deutsch Hoffender. Schon bald wurde das Pseudonym als Name für die Sprache selbst verwendet.

Esperanto ist eine internationale Plansprache. Eine Plansprache ist eine menschliche Sprache, die in einem bewusst und planmäßig ausgearbeitetem Sprachprojekt entwickelt wurde. Das Ziel einer internationalen Plansprache ist die Erleichterung der internationalen Kommunikation.

Es gibt auch Plansprachen, die für andere Ziele geschaffen wurden. Zum Beispiel Klingonisch, das für die Star-Trek-Filme und -Serien als Sprache des klingonischen Volkes entwickelt wurde. Anders als Esperanto sollte sie möglichst fremd klingen.

Von allen internationalen Plansprachen ist Esperanto am bekanntesten und hat die größte Verbreitung.

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